Donnerstag, 6. Juli 2017

Ferienprogramm im Jugendtreff

Hallo ihr Zuckerschnuten,

gestern durfte ich teil des Ferienprogramms der Verbandsgemeinde Lauterecken, genauer gesagt, des Jugendtreffs sein. Das ist ganz bei mir in der Nähe und ich habe mich sehr gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte mit den Kindern zu backen.

Nachdem ich mir Gedanken gemacht habe, was ich mit den Kids backen und verzieren könnte, entschloss ich mich für Muffins und Cupcakes. Ich ladete zu dem Termin 12 Jungs und Mädels ein, die Lust und Laune am Backen und Dekorieren hatten.

Jasmin, Tim, Paul, Charlotte, Christine, Leonie, Marie, Aylin, Paula, Lena, Melina und Jennifer sind alle in dem Alter von 10-13 Jahren. Sie kamen allesamt pünktlich und früh morgens um 9 Uhr etwas müde, aber voller Motivation in Lauterecken zum Backen an. 

Dann hieß es: Ran an die Arbeit :-)

Wir durften in der großräumigen Küche der Grundschule backen. Toll ausgestattet und jede Menge Platz:








Die Kinder backten Schokomuffins, Vanillemuffins, Kinderschokolademuffins und Choco Crossies Muffins. Wir brauchten ja auch schließlich genug Material zum Dekorieren:-)




















 Nachdem ca. 80 Muffins aus dem Ofen kamen und abgekühlt waren, setzten wir uns alle an den großen Tisch und fingen an, die Muffins und Cupcakes mit Fondant zu verzieren.




Die Kinder hochkonzentriert bei der Arbeit:























Hier nur ein paar der Ergebnisse:






Es gab jede Menge Einhörner, Pandabären, Star Wars Cupcakes, Katzen, Eulen, Marienkäfer, Kühe, ein Schweinchen, Schleifen, Rosen, eine Deutschlandfahne und und und. Die Kinder haben jede Menge Kreativität an den Tag gelegt. Es war erstaunlich, wie lange, konzentriert und motiviert sie an den Cupcakes gearbeitet haben. Ich war wirklich sehr begeistert und es hat mir auch sehr viel Spaß gemacht!
Am Ende gab es noch gemeinsames Aufräumen und ein Gruppenbild:



Wir haben heute Muffins gebacken und es hat sehr viel Spaß gemacht. 
Danach durften wir sie noch verzieren. Es gab verschiedene Ideen (z.B. Darth Vader, eine Seerose, eine Eule, edle Muster, usw.).
Obwohl ich ein Junge bin, hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Und ich glaube den anderen auch.
von Paul, 12 Jahre alt

Wenn ich diese Zeilen lese, weiß ich auch, warum ich backe. Es macht einfach sehr viel Spaß seine Leidenschaft zu teilen, Wissen zu vermitteln und gemeinsam etwas Leckeres und Hübsches mit anderen zu erschaffen. Backen macht glücklich und verbindet.

In diesem Sinne,
eure Stefanie

Samstag, 1. Juli 2017

Kouign Amann, ein Blätterteigmuffin - Buchrezension

Bonjour, mesdames et messieurs!

warum eine französische Anrede? Weil ich euch heute ein wunderbares Buch und ein leckeres Rezept aus der Bretagne vorstellen möchte. Aber zuerst einmal zu der fabelhaften Autorin Aurélie Bastian:


Aurélie, eine Französin, die die Liebe nach Deutschland geführt hat, begeistert mit ihren Rezepten ihre Leser auf dem Blog "franzoesischkochen.de". Auch im MDR kann man regelmäßig ihre neuen Kreationen bestaunen. Ich habe mich an meine ersten Macarons nur mit Hilfe ihrer Anleitung ran gewagt und war damals schon begeistert!

Nun erschien ihr Buch "Französisch BACKEN" im März beim Südwest Verlag. Das Buch kostet 19,99 Euro.



Auf 176 Seiten gibt es einen weitreichenden Einblick in die französische Backstube.



Brioche, Croissant und Baguette werden ebenso leicht verständlich erklärt wie Kuchen, Torten und Kleingebäck, zum Beispiel Madeleines und Frangipane (Marzipancreme). Außerdem gibt es ein Kapitel mit Tipps, Tricks und typischen Backproblemen wie "Warum fallen meine Windbeutel immer zusammen?" oder "Wie gelingt mir ein hauchdünner Crêpe?"

 

Ich habe mich für ein Blätterteig Rezept entschieden. Und zwar für den Blätterteigkuchen Kouign Amann in Form von Muffins.



Rezept für ca. 8 Kouign Amann:

Zutaten:

Für den Teig:

15 g Hefe (frisch)
300 ml Wasser
500 g Mehl
1 Prise Salz
250 g Butter

Für den Belag:

ca. 200 g gesalzene Butter
ca. 200 g Puderzucker
3 EL Zimt-Zucker
etwas Vanille


Zubereitung:

Blätterteig:

Für den Teig die Hefe im Wasser auflösen und das Mehl und das Salz hinzugeben und verkneten bis sich der Teig von der Schüssel ablöst. Den Teig für 1 1/2 h gehen lassen.
Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und mit einem Schaber vom Mehl befreien. Danach die Mitte des Teiges mit viel Puderzucker bestäuben. Die Butter (Raumtemperatur) zwischen 2 Bögen Backpapier etwa halb so groß wie der Teig ausrollen. Die Butterplatte nun in der Mitte des Teiges legen und mit Puderzucker bestreuen. Die untere Hälfte nun nach oben klappen und auf allen Seiten verschließen. Den Teig nun etwas drehen und nochmal ausrollen. Den Teig wie einen Briefumschlag zusammenfalten. Den Teig wieder drehen und nochmal ausrollen. Das Ganze noch 2 mal wiederholen. Nach diesen sogenannten "Touren" ist der Blätterteig bereit.

Belag:

Den Teig zu einem Rechteck ausrollen, mit Puderzucker bestäuben und mit Zimt-Zucker und Vanille bestreuen. Anschließend 30 cm lange und ca. 3 cm breite Streifen schneiden und diese einrollen.
Die gesalzene Butter (jeweils ca. 15 g) in das Muffinbackblech geben. Darüber etwas Puderzucker streuen. Die gerollten Blätterteigteile hinein stellen und mit etwas gesalzener Butter und Puderzucker bestreuen.

160°C Umluft ca. 35 min backen

Eine kleine Bilderanleitung für die Belegung des Blätterteiges







Et voila - das fertige Gebäck:




Mein Fazit zum Buch:

Aurélie hat ein wundervolles Backbuch geschrieben. Die Rezepte sind toll und einfach erklärt, die Bilder dazu sehr schön und es gibt wertvolle Tipps am Anfang und zu den einzelnen Rezepten. Ich werde definitiv weitere Rezepte daraus ausprobieren und mich an den Leckereien aus unserem Nachbarland erfreuen. Eclairs sind beim nächsten Mal dran :-)
Die Kouign Amann waren sehr lecker. Durch die Karamellkruste und den Hauch von Salz sind sie definitiv ein besonderes Gebäck.

Wer von euch hat schon Erfahrungen mit französischen Rezepten? Was ist euer Favorit?

À bientôt,
Mle Noé

Sonntag, 25. Juni 2017

Erdbeereis mit Balsamico Erdbeeren - Buchrezension

Ice Ice Baby....
Wem geht es wie mir: wenn man die 3 Worte hört, hat man direkt einen Ohrwurm :-)

Aber genau um dieses Thema geht es heute in diesem Blogpost. Die Eiszeit hat begonnen. Passend dazu erschien im März diesen Jahres ein Buch von Shelly Kaldunski "Eiszeit - Über 50 Rezepte für Eiscreme, Frozen Yogurts, Sorbets und Toppings".



Die Autorin Shelly Kaldunski ist freie Foodstylistin und bildet in North Carolina Köche aus. Zudem arbeitete sie in einigen von San Francisco's namhaften Restaurants als Konditorin, war Food-Redakteurin bei Martha Stewart Living und wirkte an einem Backbuch von Martha Stewart mit. 
In ihrem Buch zeigt sie, wie man ganz einfach tolle Eiskreationen zaubern kann, mit wenigen Zutaten und geringem Aufwand. 
Zuerst findet man auf den ersten Seite eine kurze Einführung in das Einmaleins des Eismachens. Danach findet man klassische aber auch ausgefallene Eissorten wie z.B. Salzkaramell-Eiscreme und Orange-Kardamom. Es gibt weiterhin aber auch Rezepte für Sorbets, Granitas und Frozen Yoghurt. Selbstgemachte Waffeln, bunte Toppings und süß-cremige Milchshakes ergänzen das Buch auf den letzten Seiten. Es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.


Das Buch erschien im März 2017 im Südwest Verlag. Über 50 Rezepte findet man auf insgesamt 112 Seiten. Es kostet 14.99 Euro

Nach langem Hin und Her, habe ich mich für ein klassisches Rezept mit einer interessanten Beilage entschieden. Erdbeereis mit Balsamico-Erdbeeren!



Rezept:

Zutaten:

Erdbeereis:

375 g Erdbeeren
155 g + 2 EL Zucker
375 g Sahne
etwas Zitronensaft
125 ml Milch
3 Eigelb
1 Prise Salz

Balsamico-Erdbeeren:

2 EL Zucker
2 EL Balsamico Essig
250 g Erdbeeren


Zubereitung:

Erdbeereis:

Die Erdbeeren mit 2 EL Zucker und etwas Zitronensaft zerdrücken und ca. 1h ziehen lassen.
Die Eigelbe mit dem Zucker, einer Prise Salz kräftig aufschlagen, bis die Masse hell wird.
Die Sahne und die Milch erhitzen.
Langsam und vorsichtig die Sahne-Milch-Mischung zu den Eigelben rühren. Die Masse zurück in den Kochtopf geben und unter ständigem Rühren eindicken lassen.
Die Masse sieben und abkühlen lassen (am besten in einem Eisbad und währenddessen paarmal rühren). Anschließend die Erdbeermischung unterheben und abgedeckt min. 4 h in den Kühlschrank. Die Masse kann danach in eine Eismaschine gegossen werden.





Balsamico-Erdbeeren:

Den Zucker mit dem Essig bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der ganze Zucker aufgelöst hat. Die Erdbeeren waschen und halbieren. Die entstandene sirupartige Balsamicocreme darüber geben. Noch warm verspeisen.


Das Eis zusammen mit den Balsamico-Erdbeeren genießen!
Ich habe das Dessert in zwei verschiedenen Varianten angerichtet. Konnte mich nicht entscheiden, was euch vielleicht besser gefallen würde....





Mein Fazit zum Buch:

Ganz großartige Rezepte!!!! Mehr brauche ich dazu wirklich nicht sagen. Ich hätte jede Sorte direkt am liebsten ausgetestet. Das Buch hilft einem dabei, einen außergewöhnlichen kalten Nachtisch zu zaubern. Wer sich das Buch zulegen möchte, braucht aber definitiv eine Eismaschine. Ich würde aber eh dazu raten :-) Selbstgemachtes Eis ist einfach etwas Besonderes.

Zuckersüße und eiskalte Grüße,
eure Stefanie

Donnerstag, 22. Juni 2017

Alles Gute - Oma wird 94

Ich wünsche meine lieben Oma alles erdenklich Gute und Liebe zum 94. Geburtstag!

Wie ihr vielleicht von dem ein oder anderen Beitrag wisst, habe ich meiner Oma vieles zu verdanken. Zusammen haben wir, als ich noch klein war, jede Menge gebacken. Frisch gebackenes Brot, Plätzchen, Kuchen und und und. Viele meiner Rezepte stammen aus dem Repertoire meiner Oma. Unter meiner ersten Motivtorte befand sich schon der Sprudelkuchen, den meine Oma früher gerne für uns gebacken hat. 

Deswegen backe ich ihr auch gerne Torten zum Geburtstag, damit ich ihr etwas davon zurück geben kann. Sie freut sich jedes Mal so sehr darüber und ist stolz auf mich, was ich mit unserer gemeinsamen Leidenschaft bereits erreicht habe.

Sie bekam zu ihren Geburtstagen schon Torten in Form eines Wollknäulkorb, eines Kochtopf oder einer Kuckucksuhr.... Dieses Jahr sollte es etwas Stilvolles sein.

Aber schaut doch einfach selbst:



 Der untere Kuchen hat den Durchmesser von 20 cm, der obere 10 cm. In beiden Etagen findet sich ein Marmorkuchen mit Kirschen (was bei dem Wetter hervorragend zum lagern und transportieren war). Dekoriert wurde mit Zuckerspitze, dem Couchmuster und Perlen, Zuckerblumen aus Blütenpaste und einem Happy Birthday Cake Topper, den ich bei Amazon bestellt hatte.

Rezept Marmorkuchen:

Zutaten für eine 20 cm Durchmesser Form:

300 g Butter
300 g Puderzucker
abgeriebene Orangen- und Zitronenschale
Mark einer Vanilleschote
1 Prise Salz
  6Eier
345 g Mehl
ca. 20 g Kakao
2 cl Rum
350 g Kirschen

Zubereitung:

Butter mit Zucker, Schalenabrieb und Salz schaumig schlagen. Eier unterrühren. Mehl langsam unterheben. 1/3 der Masse mit Kakao einfärben und mit dem Rum versetzen. Die Kirschen in die Mitte der beiden Teighälften verteilen. Mit einer Gabel den Teig etwas unterheben.

160°C Umluft ca. 60 min





Ich hoffe, ich darf noch viele weitere Jahre meiner Oma Torten backen. Aber ich brauche Ideen! Schreibt mit doch, was euch einfällt!

Liebe Grüße 
eure Stefanie